Beratung und Vermittlung
Telefon 044 388 57 00

touché.ch wird sich in Zukunft vermehrt auch den Themen Integration, Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung und der Aufklärungsarbeit widmen. Die Situation am Arbeitsmarkt hat sich für Menschen mit chronischen Schmerzen in den letzten Jahren nochmals massiv verschlechtert, sodass viele Menschen über kurz oder lang in der Sozialhilfe landen.

2018 touché.ch - der Schmerzverband unterstützt das Referendum gegen das Observationsgesetz (Gesetz über "Versicherungsdetektive").

2017 wird der Namenszusatz vereinfacht zu touché.ch - der Schmerzverband.  Der Kampf gegen die ungerechtfertigte Stigmatisierung von Patienten mit schwierig oder aufwendig zu diagnostizierenden Schmerzkrankheiten wurde unbeirrt weitergeführt.

2015 wird der Schleudertraumaverband umbenannt in touché.ch - der Verband für HWS-Geschädigte und andere Patienten mit Beschwerden ohne nachweisbare organische Ursache. Die Umbenennung geht einher mit einer Ausweitung der Zielgruppe und des Zwecks des Verbandes. Es werden alle Schmerzpatienten vertreten und beraten. Vor allem diejenigen mit sogenannt "unklaren" Diagnosen wie Chronic Fatigue Syndrome, Fibromyalgie, Borreliose und weitere. Mit der Vereinfachung soll auf den ersten Blick erkenntlich werden, für wen wir uns einsetzen: Für sämtliche Patienten mit chronischen Schmerzen.

2014: Im sozialpolitischen und gesellschaftlichen Umfeld wird die Ökonomie je länger je mehr über die Bedürfnisse der Betroffenen gestellt. Die Sanierung der Sozialwerke geht fast ausschliesslich zu Lasten der Leistungsempfänger. Unter dieser Maxime haben Schleudertrauma-Betroffene - aber nicht nur diese, sondern alle von sogenannten päusbonog-Leiden betroffenen - schlechte Karten - PäusBonoG = pathologisch-ätiologisch unklare syndromale Beschwerdebilder ohne nachweisbare organische Grundlage

Öffentlichkeitsarbeit war immer wichtig. Die Probleme des Lebens mit einem  Schleudertrauma sollten verständlich gemacht werden. Unter anderem wurden Veranstaltungen für Betroffene und medizinische und juristische Fachleute durchgeführt. Während einiger Jahre war die Ausstellung „KopfSicher“ im Einsatz. Eine CD und ein Film „plötzlich ist alles anders“ wurden mitproduziert, Plakataktionen organisiert etc.

2011 feierte touché.ch - der Schmerzverband - noch als Schleudertraumaverband - sein zwanzigjähriges Bestehen.

Es erstaunt aus heutiger Sicht nicht, dass diese Dienstleistung im Jahr 2008 eingestellt werden musste. Die Begleitung zu Begutachtungen wurde schlicht verboten. - gestärkte und selbstbewusste Patienten und Behinderte - wo kämen wir da hin?

Ca. 1998 entstand als Reaktion auf zahlreiche Anfragen das Projekt „Begleitung“. Betroffene sollten bei Begutachtungen und schwierigen Gängen eine erfahrene Begleitperson verpflichten können. Dieses „Regio-Coaching“ und das dadurch gelungene Empowerment unserer Klienten war höchst erfolgreich. Man wurde darauf aufmerksam.

Am 4.2.1991 trug das eidgenössische Versicherungsgericht den wissenschaftlichen Erkenntnissen Rechnung und änderte seine Praxis. Damit erhielten Schleudertrauma-Betroffene zumindest die Hoffnung auf ein faires Verfahren.

Am 27.2.1991 trafen sich acht Personen zur Gründung. eines Verbandes Das Startkapital betrug imposante 1'500 Franken. Bereits nach einigen Monaten wurde ein telefonischer Beratungsdienst angeboten. Eine erste Tagung noch im Gründungsjahr erreichte über dreihundert! Teilnehmer.

1991 wurde auch bereits ein Mitteilungsblatt herausgegeben. Ab dem zweiten Jahr des Bestehens trug das Bundesamt für Sozialversicherungen der offensichtlichen Daseinsberechtigung des Verbandes mit einem Betriebsbeitrag Rechnung. Nach fünf Jahren konnten 2500 Mitglieder und 1500 Beratungsgespräche gezählt werden.

1988 wurde die Öffentlichkeit durch Beiträge des„Beobachters“ und des „Kassensturz“ des Schweizer Fernsehens erstmals über die Schwierigkeiten von halswirbelsäulenverletzten Menschen informiert. Diverse Fachpublikationen bestätigten die Anhaltspunkte für einen Zusammenhang zwischen Unfallmechanismus und typischem Beschwerdebild. Computertomografie (CT) und Magnetresonanzuntersuchungen (MRT) wurden eingeführt. Bis 1991 verneinten die Gerichte einen adäquaten Zusammenhang zwischen Unfall und HWS-Beschwerden, falls keine radiologisch nachweisbaren Veränderungen vorlagen.

Bereits 1987 gab es erste Selbsthilfegruppen für Schleudertrauma-Betroffene. Eine Organisation sollte gegründet werden.